Hunter Admin


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 | Thema: "SZ-Online" schreibt am 18. Juni 2011 - "176 Polen teilen sich einen Briefkasten" !!! Sa Jun 18, 2011 11:29 pm | |
| Die Kleinstunternehmer versprechen sich von der deutschen Adresse mehr Aufträge – und stellen die Postboten vor Probleme.Manchmal treibt ein Briefkasten an der Rathenaustraße 3 in Zittau Ramona Hoffmann den Schweiß auf die Stirn. Nicht, dass die Zustellerin von „Post Modern“ die Dutzenden polnischen Namen auf dem Blechquader stören würden. Aber wenn die Industrie- und Handelskammer (IHK) ihr Mitgliedermagazin verschickt und an einem Tag 50 oder 60 Stück davon für diese Empfänger bestimmt sind, hat sie ganz schön zu schleppen, muss mühselig die schwierigen polnischen Namen abgleichen – und weiß nicht, wie sie die Broschüren in den Briefkasten bekommen soll. Nur zehn passen auf einmal hinein. Post Modern-Zustellerin Ramona Hoffmann hat Post in den Briefkasten zugestellt, an dem 176 polnische Namen stehen. Verboten sind 176 Namen auf einem Briefkasten nicht. „Es gibt keine Obergrenze“, sagt Barbara Scheil, Leiterin der Post-Pressestelle in Berlin. Der Briefkasten an der Rathenaustraße sei trotzdem die große Ausnahme. In so einem Fall sollen die Boten bei dem Empfänger klingeln und die überzählige Post direkt abgeben oder einen Hausmeister suchen. Hilft alles nichts, nehmen sie die Post wieder mit und hinterlassen eine Nachricht, dass sie in einer Filiale abgeholt werden kann. So handhabt es auch Ramona Hoffmann vom Konkurrenzunternehmen. Allerdings wird das für sie im wahrsten Sinn des Wortes immer schwerer: Etwa vor einem Vierteljahr begann die Zahl der Namen auf dem Briefkasten zu wachsen, sagt sie. Im Mai waren es bereits 150, gestern 176. Läuten, um die Post abzugeben, kann sie allerdings nicht. Die Polen haben keine Klingel, geschweige denn 176. So viele Büros hat das kleine Gebäude gar nicht. Deshalb gehört der Briefkasten offiziell zu einer Einzimmer-Bürogemeinschaft. „Gewerberechtlich gibt es kein Verbot beziehungsweise Einschränkungen über eine gemeinsame Nutzung eines Büros“, teilte Kreissprecherin Marina Michel mit. Das Büro ist meistens nicht einmal besetzt. Die SZ scheiterte viermal mit einem Besuch. Auch wird der Briefkasten sehr unregelmäßig geleert. „Es handelt sich um eine reine Briefkastenfirma“, mutmaßt ein Geschäftsmann, der seine Firma auf der gleichen Etage hat. Vermieter Klaus-Peter Stakelbeck will sich nicht zu der Bürogemeinschaft äußern. Die IHK weiß, dass es sich um Kleinstunternehmer handelt, die hier ihre Dienstleistungen anbieten. Das ist für EU-Bürger mit Einschränkungen seit 1. Mai 2004, ohne seit Anfang Mai möglich. Wie von der Agentur für Arbeit in Bautzen zu erfahren war, siedeln sich seitdem viele Polen offiziell in Deutschland an, weil sie sich von der deutschen Adresse Vorteile im Wettbewerb um Aufträge versprechen. „Die Mitglieder der Bürogemeinschaft haben ihr Gewerbe beim Referat Gewerbe der Stadt Zittau ordnungsgemäß angezeigt“, teilte Stadtsprecherin Ines Hirt mit. Die erteilte Eingangsbescheinigung habe zur Folge, dass von Amts wegen zwölf Gewerbeüberwachungsbehörden, darunter der Landkreis, das Finanzamt, der Zoll, die IHK, die Landesdirektion über die Gewerbeanzeige informiert werden. „Insofern ist die Bürogemeinschaft legal.“ Von Thomas Mielke Quelle: sz-online am 18. Juni 2011 __________________________________________________________________________________________________ Wer mutig ist wagt sich an Dinge heran, die sonst keiner tun möchte. |
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Hunter Admin


Anmeldedatum: 16.05.10 Ort: Ganz weit weg...
 | Thema: Re: "SZ-Online" schreibt am 18. Juni 2011 - "176 Polen teilen sich einen Briefkasten" !!! Sa Jun 18, 2011 11:31 pm | |
| Wenn man solche Berichte so liest, kann man sich wirklich nur noch am Kopf fassen. __________________________________________________________________________________________________ Wer mutig ist wagt sich an Dinge heran, die sonst keiner tun möchte. |
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4hundert Mitglied


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 | Thema: Re: "SZ-Online" schreibt am 18. Juni 2011 - "176 Polen teilen sich einen Briefkasten" !!! So Jun 19, 2011 10:00 am | |
| Zustände sind das. Solange diese "Mehrfachbelegung" eines Büros zulässig ist, müssen sich unsere Kollegen in Zittau wohl damit abfinden. Als mehr als wirklich nervig ist allerdings das Abgleichen der Namen auf der Briefkastenbeschriftung. Kenne das von der Zustellung aus einer Großstadt: bei mir stellte sich nach einer gewissen Zeit eine "Betriebsblindheit" ein, sodass ich nur noch den weissen Hintergrung der Namensschilder wahrnahm. Übrigens, dies ist mein erster Eintrag in diesem Forum. Auf ein gutes Miteinander! __________________________________________________________________________________________________  |
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frankie Mitglied


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 | Thema: Re: "SZ-Online" schreibt am 18. Juni 2011 - "176 Polen teilen sich einen Briefkasten" !!! Do Jun 23, 2011 10:30 pm | |
| wo ist das Problem? 10 passen rein? rein damit! Ansonsten Benachrichtigungskarte über erfolglosen Zustellversuch (wenn die persönliche Übergabe nicht klappt) und am Ende der Lagerzeit bei Nichtabholung zurück zum Absender. Bussiness as usual.
Grüße, frankie |
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Postbetriebsassistent Admin


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 | Thema: Re: "SZ-Online" schreibt am 18. Juni 2011 - "176 Polen teilen sich einen Briefkasten" !!! Mo Jun 27, 2011 9:54 pm | |
| Da geb ich Frankie recht. Nur ist dann das Problem, das man für jede Person, deren Post nicht reinpasst eine Benachrichtigung schreibt. Und das kostet wieder Zeit und ist deprimierend, wenn das jeden Tag einen "erwartet". Du müßtest dann die Post schon am Spind nach den Namen sortieren und beim Einwerfen denjenigen nehmen, dessen Post reinpasst, evtl. auch mehrere Empfänger, weil sie nicht soviel Post an diesem Tag haben. Die restlichen Briefe von jedem übrigen Empfänger zusammenzählen und für jeden eine Karte rein. Die Agentur wird sich freuen, ebenso die Empfänger, die ihre Sendungen dort abholen müssen. |
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