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 | Thema: "Mitteldeutsche Zeitung" schreibt am 09. Februar 2011 - "Gauner kapern Packstationen der Post" !!! Mi Feb 09, 2011 9:25 am | |
| Halle (Saale)/MZ - Internet-Betrüger haben einen neuen Weg gefunden, um an ergaunerte Waren zu gelangen: die Packstationen der Post-Tochter DHL. Gezielt werden die Zugangsdaten zu diesen Stationen ausgespäht, um sie dann quasi als tote Briefkästen zu missbrauchen. Rund 2 500 dieser rund um die Uhr nutzbaren Paketautomaten gibt es mittlerweile bundesweit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geht davon aus, dass kriminelle Netzwerke gestohlene Packstation-Daten nutzen, um ihre Spuren zu verwischen. So können sie etwa ebenfalls entwendete Kreditkarten- und Kontodaten zum Bestellen von Waren benutzen und sich diese an eine quasi gekidnappte Packstation-Adresse schicken lassen. Sie selber bleiben unerkannt. Packstation in Halle (Saale): Betrüger versuchen derzeit, an die Daten von Packstation-Nutzern zu gelangen. (FOTO: STEDTLER) Betrüger benutzen dabei wohl auch Listen mit persönlichen Daten, die illegal gehandelt werden, berichten Verbraucherschützer. Diese Angaben werden wiederum eingesetzt, um weitere Daten auszuspähen - etwa durch das Verschicken tausender E-Mail-Nachrichten, die auf gefälschte Seiten locken. Opfer dieser Masche geben dann beispielsweise ihre Packstation-Daten preis. Dass immer wieder Mail-Empfänger auf die Betrugsversuche hereinfallen, belegt auch ein Projekt der Verbraucherberatung Nordrhein-Westfalen. Die schaltete Ende Dezember eine Seite frei, auf der Betrug im Internet gemeldet werden kann. Der Andrang ist riesig. Um größere Schäden zu vermeiden, ist es bei Internet-Betrugsversuchen wichtig, möglichst rasch zu reagieren, betont Gabriele Emmrich von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt. Neben der Sorgfalt von Kunden etwa beim Gebrauch des Internets für Bankgeschäfte sei auch der Service von Geldinstituten oder Packstation-Betreiber DHL gefordert. "Dort gibt es Defizite", so Emmrich. So müsse es überall klare Ansprechpartner sowie die Sicherheit geben, dass die Firmen nach Betrugshinweisen sofort aktiv werden. Bankenverbände und DHL weisen diese Kritik zurück. Es gebe klar geregelte Abläufe, betonen Sprecher. Das indes klappt offenbar nicht immer, halten Verbraucherschützer entgegen und verweisen auf Berichte von Betroffenen. VON JOHANNES DÖRRIES Quelle: Mitteldeutsche Zeitung am 08. Februar 2011 __________________________________________________________________________________________________ Wer mutig ist wagt sich an Dinge heran, die sonst keiner tun möchte. |
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